Infektionskrankheiten wie HIV, Hepatitis B oder Hepatitis C sind weit verbreitete und lebensbedrohende Erkrankungen. Infektionen werden gewöhnlich als ansteckende Krankheiten eingestuft, da sie Krankheiten von einer Person oder Spezies auf eine andere übertragen können. Dank moderner Medikamente können viele Betroffene gerettet oder deren Lebenserwartung signifikant erhöht werden. Trotzdem haben noch immer viele Patienten keinen Zugang zu diesen Arzneimitteln.
Derzeit laufen zahlreiche Programme, um die Diagnoserate zu erhöhen und den Zugang zu modernen Therapien zu verbessern. Doch selbst in den USA erhalten heute nur rund 50 bis 60% von schätzungsweise 1 bis 1.2 Mio. HIV-Patienten eine antivirale Therapie. Gegenwärtig laufen zahlreiche Initiativen, um die Diagnoserate zu erhöhen und den Zugang zu modernen Therapien zu verbessern. Zusätzlich zu neuen Test-Initiativen, welche die Zahl der diagnostizierten HIV-Fälle steigern sollen, ist mit einer signifikanten Erhöhung der Behandlungseffizienz über die nächsten Jahre zu rechnen. Letzteres ist auf die erst kürzlich geänderten Richtlinien in den USA und Europa zurückzuführen, wonach die Behandlung in einem früheren Krankheitsstadium einsetzen soll.
Heute sind etwa 3 bis 6% der Weltbevölkerung mit Hepatitis B infiziert. In den USA werden Schätzungen zufolge jedoch lediglich 5% der Hepatitis-B-Infizierten mit einer oralen Antivirus-Therapie behandelt. Etwa 170 Mio. Menschen leiden weltweit an einer Hepatitis-CErkrankung, davon etwa 4 Mio. in den USA. Allein in den USA sterben jährlich etwa 10 000 bis 20 000 Menschen an Hepatitis C. Bakterielle Infektionserkrankungen sind immer noch eine grosse Herausforderung für die Medizin, da sich weiterhin Resistenzen gegen vorhandene Antibiotika entwickeln.