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Celgene

Celgene ist auf die Entwicklung neuer Wirkstoffe zur Behandlung von Krebs und Entzündungskrankheiten spezialisiert. Thalomid, das erste Produkt, das Celgene auf den Markt brachte, wurde im Mai 2006 zur Anwendung beim multiplen Myelom (MM) zugelassen. Die US-Zulassung für Revlimid, Celgenes zweiten Blockbuster und eine Weiterentwicklung von Thalomid mit verbesserter Wirkung und weniger Nebenwirkungen, erfolgte im Dezember 2005 für eine Untergruppe von Patienten mit dem myelodysplastischen Syndrom (MDS). Resultate einer weiteren Studie zeigten, dass Revlimid bei einer breiteren Gruppe von Low- und Intermediate-Risk-MDS-Patienten wirkt. Im Juni 2006 erhielt Revlimid die weiter gefasste Indikation für den Einsatz bei Patienten mit einem rezidivierenden oder refraktären multiplen Myelom. Ende 2007, Ende 2009 und Anfang 2010 stellte das Unternehmen aussagekräftige klinische Daten vor, die Revlimid eine hervorragende Wirksamkeit auch bei transplantations- und nichttransplantationsfähigen Patienten mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom bescheinigen, wodurch sich Revlimids Marktchancen zusätzlich deutlich verbessern dürften. Die Indikationen MM und MDS erschliessen Revlimid weltweit ein Marktpotenzial von mehreren Milliarden US-Dollar. Auch Studien zu sonstigen hämatologischen Malignomen, z.B. bei der Behandlung der chronischen Lymphozytenleukämie und von Nicht-Hodgkin-
Lymphomen, bestätigen Revlimids Potenzial. 2009 wurden deshalb Zulassungsstudien initiiert, die eine Zusatzanwendung Revlimids für diese wichtigen Indikationen ermöglichen könnten.

Mit der Übernahme von Pharmion im Jahr 2007 hat Celgene die Rechte an Vidaza erworben. Das Medikament zeigt eine beeindruckende Wirksamkeit und dürfte unseres Erachtens das führende Medikament für die Indikation «high risk MDS» werden. Darüber hinaus hat sich Celgene durch die im Jahr 2010 erfolgte Akquisition von Abraxis Zugang zum Markt für Präparate gegen solide Tumore verschafft. Abraxane ist in den USA und Europa bereits als Mittel gegen metastatischen Brustkrebs zugelassen und wird 2012 möglicherweise die US-Zulassung als Therapeutikum gegen nicht-kleinzelligen Lungenkrebs erhalten. Weitere Thalomid-Analogika befinden sich in Entwicklung und könnten für die Behandlung verschiedener maligner und entzündlicher Erkrankungen eingesetzt werden. Dazu zählt auch Apremilast, für das Phase-III-Versuche bei Patienten mit Psoriase und psoriatischer Arthritis durchgeführt werden. Das Unternehmen erhält zudem von Novartis Lizenzgebühren auf die Umsätze von Ritalin und Focalin (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung).

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