Diabetes ist die gebräuchliche Bezeichnung für metabolische Störungen, die dazu führen, dass der Körper kein Insulin mehr produziert oder körpereigenes Insulin nicht effektiv eingesetzt werden kann, was wiederum zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel führt. Die häufigsten Formen der Diabetes sind Typ-1- und Typ-2-Diabetes. In beiden Fällen sind die Betroffenen kaum oder nicht in der Lage, den Zucker aus der Blutbahn an die Zellen weiterzugeben, wo er zur Gewinnung von Energie verbrannt wird.
Typ-1-Diabetes entsteht, wenn im Rahmen einer Autoimmunreaktion Antikörper gebildet werden, die bestimmte Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstören, die anschliessend kein bzw. nicht mehr ausreichend Insulin produzieren können. Typ-1-Diabetes ist eine chronische Erkrankung, die durch die Injektion von Insulin behandelt wird.
Typ-2-Diabetiker können häufig noch eigenes Insulin in der Bauchspeicheldrüse produzieren, aber die Zellen, die das Hormon aufnehmen sollten, reagieren zunehmend unempfindlicher auf das Insulin. Viele Typ-2-Diabetiker kontrollieren ihren Blutzuckerspiegel einfach durch gesunde Ernährung und regelmässige körperliche Aktivität. Bei übergewichtigen Typ-2-Diabetikern helfen zumeist Gewichtsverlust, eine gesunde Diät und Sport. Mit fortschreitender Krankheit sind einige Diabetiker auf orale Diabetesmedikamente oder Insulininjektionen angewiesen.
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit mehr als 175 Mio. Menschen von Diabetes betroffen. Davon sind 90% Typ-2-Diabetiker und 10% Typ-1-Diabetiker. Die Zahl der Diabetiker dürfte in Zukunft jährlich um etwa 3 bis 5% ansteigen, was vor allem auf einen veränderten Lebensstil in den Schwellenländern zurückzuführen ist.