Attraktiver Investmentansatz für ein globales Thema

Interview mit Dr. Daniel Koller, Head Investment Team BB Biotech

Biotechnologieaktien haben seit Sommer 2015 teilweise kräftige Kursverluste verzeichnet. Ist nach der Euphorie der vergangenen Jahre erst einmal die Luft raus?

Wir sehen die aktuelle Phase als Zwischenschritt vor der nächsten Wachstumskurve. Mögliche Verschiebungen bei der Umsatzund Gewinnentwicklung, etwa in der Frage nach Anpassungen bei der Kostenerstattung in den Gesundheitssystemen, hat der Markt mittlerweile in die Kurse eingepreist .

Wird sich die Zahl der Produktzulassungen auf dem hohen Niveau der vergangenen zwei Jahre fortsetzen?

Wir gehen davon aus, dass sich die Zahl der neu zugelassenen Wirkstoffe weiter auf diesem hohen Niveau bewegen wird. Gerade in der Immuntherapie bei den Krebsmedikamenten setzt sich der Innovationszyklus fort Biotechnologieaktien haben seit Sommer 2015 teilweise kräftige Kursverluste verzeichnet.

Etablierte Schwergewichte oder MidCaps – wo sehen Sie die günstigeren Bewertungen?

In früheren Korrekturphasen haben wir gesehen, dass die Kurse der Large Caps zuerst ins Laufen kommen, ehe der Risikoappetit wieder grösser wird. Wir haben deshalb an unserem Ansatz festgehalten, dass wir bei den Large Caps Trading-Opportunitäten wahrnehmen und selektiv auch bei kleineren Firmen zukaufen.

Die Zahl der profitablen Biotech-Firmen wächst kontinuierlich. Bringt diese Entwicklung Veränderungen in der Grundstruktur des Beteiligungsportfolios mit sich?

Wir halten an unserem bisherigen Ansatz fest, ein Portfolio aus wenigen Kernbeteiligungen und Nebenwerten mit überdurchschnittlichem Kurspotenzial zu gestalten. Unsere grösste Aufmerksamkeit gilt weiter den Unternehmen, die sich in ihrer Wachstumsphase auf dem Sprung zu Large Caps befinden. Für unsere Anlagestrategie kann das angesichts der wachsenden Zahl profitabler Firmen bedeuten, den prozentualen Anteil von Large Caps im Portfolio in Zukunft niedriger zu gewichten.

 

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