Quartalsupdate

Die Volatilität ist zurück an den Märkten und hatte im ersten Quartal 2018 ihr Revival. Ungeachtet der vorsichtigen Stimmung unter den Investoren hat sich die BB Biotech-Aktie mit einer Gesamtrendite (inklusive Dividende) von 8.8% in CHF bzw. 7.3% in EUR sehr gut geschlagen. Das Portfolio hat sich im Rahmen des Marktes seitwärts entwickelt, sodass ein Gewinn von CHF 28 Mio. (CHF 375 Mio. im selben Vorjahreszeitraum) resultierte. Der Verwaltungsrat hat die Fortsetzung der Ausschüttungspolitik an der Generalversammlung vom 13. März 2018 bestätigt. Eine ganze Reihe von Portfoliounternehmen veröffentlichte erfreuliche Studienergebnisse, so unter anderem Novo Nordisk, Neurocrines Partner Abbvie, Esperion, Alexion und Alder. Einige grosse Biotechnologieunternehmen werden aktuell deutlich unter ihrem fundamentalen Wert gehandelt, sodass Pipeline-Erfolge und weitere Übernahmen den Kennzahlen und Bewertungen Auftrieb verleihen dürften.

Performance

Entwicklung Performance 1. Quartal 2018 

1.1.2018-31.3.2018USDCHFEUR
Nasdaq Biotech Index-0.1%%n.a.n.a.
BB Biotech NAV2.3%%+0.4%-0.1%
BB Biotech Aktien.a.8.8%7.3%

 

 

Portfolioanpassungen im ersten Quartal

Angesichts der Turbulenzen an den Aktienmärkten hat BB Biotech die bestehenden Portfoliopositionen sorgfältig angepasst. Gewinnmitnahmen aus den Beteiligungen bei Agios, Neurocrine, Sage, Alnylam und Gilead wurden in Unternehmen wie Tesaro, Ionis und Regeneron investiert, die attraktive Wiedereinstiegspunkte boten. Gleichzeitig hat BB Biotech das Engagement bei Akcea Therapeutics und Voyager Therapeutics ausgebaut.

In Anknüpfung an die auf innovative kleine und mittlere Firmen ausgerichtete Strategie wurde das Privatunternehmen Moderna Therapeutics ins Portfolio aufgenommen, das ein Pionier bei einer neuen Klasse von mRNA-Therapeutika ist. In seiner Pipeline befinden sich unter anderem Kandidaten für Impfstoffe und Behandlungen in verschiedenen Therapiebereichen. Derzeit laufen bei Moderna zehn klinische Studien, und das Unternehmen hat sich Kapital im Volumen von über USD 1.5 Mrd. beschafft und intelligente strategische Transaktionen im Wert von USD 1 Mrd. getätigt. BB Biotech hat USD 70 Mio. in die Series-G-Finanzierungsrunde von Moderna investiert und damit das Engagement im Bereich RNA-Technologie ausgeweitet, dessen Portfolioanteil am Ende des ersten Quartals bei 19% lag.

Die zweite neue Portfolioposition im ersten Quartal 2018 ist Argenx, welche über eine Antikörper-Plattform mit mehreren Produktkandidaten in der mittleren bis späten Phase der klinischen Prüfung verfügt. ARGX-113 ist der am weitesten vorangeschrittene Antikörper und wird in Studien getestet, die sich auf den Einsatz des Moleküls bei der Behandlung von drei IgG-assoziierten Autoimmunerkrankungen beziehen. In den nächsten 12 Monaten wird mit wichtigen Ergebnissen der klinischen Studien gerechnet. Beim zweiten Kandidaten ARGX-110 wird für Ende 2018 mit einem Beginn der Proof-of-Concept-Studien bei akuter myeloischer Leukämie gerechnet.

Ausblick

2018 werden voraussichtlich wichtige Meilensteine im Biotech-Sektor erreicht, die zur Überwindung des vorübergehenden Stimmungstiefs im ersten Quartal beitragen werden. Einige grosse Biotechnologieunternehmen werden aktuell deutlich unter ihrem fundamentalen Wert gehandelt, sodass Pipelineerfolge und Übernahmen die Kennzahlen und Bewertungen positiv beeinflussen dürften.

In einer mit Spannung erwarteten klinischen Studie konnte Incyte’s Epacadostat in Kombination mit Keytruda zur Behandlung von inoperablem und metastasiertem Melanom gegenüber der Keytruda-Monotherapie keinen Vorteil erzielen. Somit wird sich der Fokus der Investoren auf die verbliebene breite Pipeline der Gesellschaft verschieben. Im restlichen Jahr dürften die Ergebnisse klinischer Spätphase-Studien und Produktzulassungen den Wert der Aktie nach oben treiben. Ausserdem werden sich die M&A-Aktivitäten voraussichtlich fortsetzen. Pharmaunternehmen und grosse Biotechnologiefirmen haben Interesse am Erwerb führender Technologien bekundet.

Im US-Gesundheitssystem haben derzeit Gesundheitsminister Alex Azar und FDA-Chef Scott Gottlieb das Ruder in der Hand. Die Zeichen deuten auf eine bessere Preistransparenz hin, die eine Veränderung der etwas angespannten Beziehungen zwischen Kostenträgern, Pharmaceutical Benefit Managers (PBMs), Anbietern und der Pharmaindustrie fördern wird.